| 18.04.2000
GOLDSACK
STIFTUNG
WARENTEST
testete Banken zur Anlageberatung
Wie heute bekannt wurde,
haben sich Mitarbeiter der Stiftung
Warentest in 175 Bankfilialen zu verschiedenen Anlageformen beraten
lassen.
Das Ergebnis ist sehr mager
ausgefallen und spricht für keine gute und kompetente Beratung der
Bankhäuser. Lediglich nur zweimal wurde die Note gut vergeben. Die
restlichen Bankfilialen erhielten ausreichend und mangelhaft. Die BBBank
und die berliner Volksbank erzielte gute Ergebnisse. 14 Häuser erreichten
fünfmal mangelhaft. Zu diesen Bankhäusern zählten die Berliner
Sparkasse, HypoVereinsbank, Postbank, Commerzbank und Sparda-Bank Mainz.
Folgende
Beratungsmängel traten auf:
-
Die grundsätzliche Anlageform, d.h. welcher Anlagetypus passt
zu welcher Anlagestrategie,
wurde übergangen. (Ziele der Anlage (19 Prozent), Risikobereitschaft
(27 Prozent), gewünschte
Verfügbarkeit (30 Prozent). Nahezu jeder zehnte Berater fragte keine
Basisdaten beim Kunden
ab.
-
Viele Kundenberater stellten unterschiedliche Anlagemöglichkeiten
vor, scheuten jedoch konkrete
Empfehlungen an den Kunden weiterzugeben.
-
Viele Berater arbeiteten für den Kunden individuelle Anlageformen
aus. Sie rieten überwiegend zu
Finanzprodukten, mit denen fast nichts falsch zu machen ist - z.B.
Dachfonds.
-
Informationen zu hausfremden Produkten wurden auch auf Nachfragen oft nur
sehr unwillig
gegeben.
In welchem Interesse die
Banken wohl handeln?
Die Wege, die sie angeblich
frei machen, sind ihre eigenen und nicht die des Kunden.
Wie gesagt, wenn Du Geld
brauchst, oder Dein Geld vermehren willst, geh nicht zu einer Bank, sondern
gründe selbst eine Bank.
GOLDSACK |