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Bericht aus  Wallstreet-Online  vom 09.12.1999
 

                  GATA wirft der Federal Reserve und dem US-Finanzministerium
                   Goldpreismanipulation vor.

                   vom 09.12. 20:50

                   (Martin Siegel, Siegel Investments)
 

                    GATA wirft der Federal Reserve und dem US-Finanzministerium
                    Goldpreismanipulation vor.

                    Am 9. Dezember veröffentlichte das GATA (Gold Anti-Trust Action Committee)
                    eine zweiseitige Anzeige in der Zeitschrift Roll Call, die als die am weitesten
                    verbreitete Wochenzeitung im US- Capitol gilt.

                    Die Anzeige soll die Goldindustrie und die Freunde des Goldes mobilisieren. Im
                    Anschluß an die Anzeige sollen Kongressabgeordnete kontaktiert werden, um
                    sicherzustellen, daß die Anzeige auch beachtet wird.

                    Das GATA kämpft für das Gold. Wenn Sie sich dem GATA noch nicht
                    angeschlossen haben, dann tun Sie das jetzt. Die Feinde des Goldes werden nicht
                    damit aufhören, das Gold zu bekämpfen, bis das Gold zurückschlägt und sie sind
                    sich sicher, daß sie die gesamte Goldindustrie und sogar die vom Gold lebenden
                    Staaten eingeschüchtert haben.

                    Zeigen wir ihnen, daß sie falsch liegen.

                    9. Dezember 1999

                    Offener Brief an Alan Greenspan, Chairman, Federal Reserve System und
                    Lawrence Summers, US-Finanzminister

                    Was machen Sie mit Amerikas Gold?

                    Sehr geehrter Herr Greenspan, sehr geehrter Herr Summers,

                    Am 24. Juli 1998 vor dem House Banking Committee und 6 Tage später vor dem
                    Senate Agricultural Committee machte Herr Greenspan folgende Aussage: "Die
                    Zentralbanken stehen bereit, Gold bei einem Preisanstieg in einem steigenden
                    Umfang zu verleihen".

                    Seit dieser Aussage gibt es eine anwachsende Diskussion darüber, ob die Federal
                    Reserve oder das US-Finanzministerium in den Goldmarkt eingegriffen haben. Es
                    gibt Spekulationen darüber, daß die US-Regierung über ihre Behörden einen
                    tieferen Goldpreis erwünschten, um bestimmte finanzielle Beteiligungen zu retten,
                    wie z.B. den LTCM-Fonds, dessen Rettung von der Fed organisiert wurde.
                    Aggressive Goldhändler und Hedge Funds, die geliehenes Gold verkaufen, um
                    unsinnige Spekulationen einzugehen, die als Vorwärtsverkäufe der
                    Goldproduzenten verschleiert werden, gelten als die Profiteure der Eingriffe der
                    Regierung in den Goldmarkt. Wie bei der LTCM-Krise gibt es Befürchtungen über
                    unkontrollierbare Risiken für die Weltfinanzmärkte, die mit den unumkehrbaren
                    Verleihpraktiken der Zentralbanken einhergehen.

                    Die Auseinandersetzung um das Gold erreichte am 16. Juni 1999 das britische
                   Parlament nachdem die Bank of England den Plan zum Verkauf von 415 t Gold
                    angekündigt hat. Das Parlamentsmitglied Quentin Davies: "Wir können es uns
                    nicht erlauben, daß sich diese Gerüchte verstärken, da sie extrem gefährlich für
                    das öffentliche Vertrauen sind. Es wird vermutet, daß es im Markt große
                    Shortpositionen gibt, die das Mehrfache der Goldbestände der Bank of England
                    ausmachen und die wirkliche Motivation der Bank ist, die Gewinne dieser
                    Shortpositionen zu sichern. Wenn diese Vermutung ernsthaft gemacht wird, muß
                    sie zuverlässig und definitiv behandelt werden und wir wollen darauf jetzt eine
                    Antwort der Regierung."

                    Die Ankündigung der Bank of England führte zu einem Goldpreiseinbruch von 290
                    auf 252 $/oz. Als die 15 europäischen Zentralbanken am 26. September 1999
                    ankündigten, die Goldverkäufe und Goldverleihungen zu begrenzen, stieg der
                    Goldpreis auf 337 $/oz. Die Investmentbanken ergriff die Panik.

                    Als ob sie auf ein Stichwort gewartet hätte, veröffentlichte die Regierung von
                    Kuwait, der Bank of England 79 t Gold für Verleihzwecke zur Verfügung gestellt zu
                    haben. Das Gerücht kam auf, daß die Fed alle ihr zur Verfügung stehenden
                    Möglichkeiten genutzt hat, den Goldpreis zu drücken, um den finanziellen
                    Interessen derjenigen entgegen zu kommen, die Shortpositionen im Gold
                    aufgebaut haben.

                    Die Frage, die sich stellt, verlangt eine Antwort: Hat die US-Regierung in den
                    Goldmarkt eingegriffen, und wenn ja, warum? Herr Greenspan, wir nehmen Sie
                    bei Ihren eigenen Worten, daß Sie bei einem Preisanstieg in den Markt eingreifen
                    wollten.

                    Der Offenmarktausschuß der Federal Reserve hat laut Gesetz die Erlaubnis mit
                    Goldmünzen und Goldbarren zu handeln (12 USC 263-359), um den Markt so zu
                    regeln, daß er dem Handel und der Wirtschaft förderlich ist.

                    Wenn die Federal Reserve oder das Finanzministerium den Goldpreis gedrückt
                    hat, um den Haltern von Shortpositionen zu helfen, ist dies eine klare und illegale
                    Verletzung dieser Bankenklausel. Die Intervention der Regierung, einer Seite des
                    Marktes gegenüber der anderen Seite in einer privaten Angelegenheit zu helfen,
                    ist illegal, betrügerisch und verfassungswidrig. Die Macht der Federal Reserve
                    dazu einzusetzen, einen Teil der Bevölkerung gegenüber einem anderen Teil zu
                    bevorteilen, ist eine ungeheuerliche Verletzung der Gleichheit, die in der
                    Verfassung garantiert wird.

                    Wenn die Federal Reserve nach dem Preisanstieg im Oktober in den Markt
                    eingegriffen hat, wie Sie es angekündigt haben, diente dies nicht der Förderung
                    des Handels und der Wirtschaft, sondern kam einer Hälfte der privaten Parteien
                    entgegen, die Shortpositionen im Gold aufgebaut hatten. Die andere Hälfte, die
                    Gold gekauft hatten, wurde betrogen und um einen fairen Marktpreis
                    benachteiligt, wobei die Gleichheit vor dem Gesetz verleugnet wurde und der
                    Käufer um das Profitpotential betrogen wurde. Es wäre ein illegaler und
                    betrügerischer Akt, der von Bänkern verübt worden wäre, die nicht gewählt sind
                    und ohne legale, politische Überwachung wie Tyrannen regieren.

                    Die Manipulation des Goldmarktes hat zu irreparablen Schäden bei Goldbesitzern,
                    Goldgesellschaften und Goldproduzenten sowie allen Amerikanern geführt. Sie
                    hat einen freien Markt zerstört und den fairen Wert wichtiger Vermögenswerte
                    gedrückt, den Wert der Goldgesellschaften an den Aktienmärkten gedrückt und
                    die amerikanischen Goldbestände abgewertet. Die Preisfeststellung der Federal
                    Reserve sollte von der Börsenaufsicht und der Aufsicht über die Rohstoffmärkte
                    untersucht werden. In der Tat sollte die Börsenaufsicht untersuchen, ob der
                    Goldmarkt und der Aktienmarkt generell dauerhaft und heimlich von der
                    Regierung durch Interventionen manipuliert wurde. Wie auch immer die Politik
                    und die Umsetzung der Federal Reserve und des Finanzministeriums ist, ist sie
                    eine öffentliche politische Angelegenheit und sollte öffentlich dargestellt werden.

                    Um Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen, verlangt das Gold Anti-Trust
                    Action Committee die Antwort auf folgende Fragen:

                    1. Hat die Federal Reserve oder das Finanzministerium auf eigene Rechnung oder
                    die Rechnung anderer Behörden, wie dem Währungsstabilierungs-Fonds, Gold
                    oder Silber verliehen, Gold- oder Silberleihen abgewickelt oder andere
                    Instrumente, wie Call- oder Putoptionen gehandelt, die Gold oder Silber
                    betreffen?

                    2. Wenn die Federal Reserve Edelmetalle verliehen hat, geschah dies auf der
                    Basis von Ausleihungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt glattgestellt werden
                    müssen, oder wurden auch ungesicherte Verleihungen getätigt?

                    3. Wie waren die Kreditkriterien für potentielle Leiher?

                    4. Welche Kreditlimite wurden den Leihern eingeräumt?

                    5. Wie oft wurden Margin-Calls eingefordert?

                    6. Was geschieht, wenn die Kreditlimite der Leiher bei einem Preisanstieg
                    überschritten werden?

                    7. Ist es vorgekommen, daß das Kreditlimit von Leihern bereits zu mehr 90 %
                    ausgeschöpft wurde?

                    8. Wurden Kreditlimite jemals geändert, ohne das dies üblichen
                    Marktgepflogenheiten entsprochen hätte?

                    9. Wurden gegen die Goldbestände der Federal Reserve Calloptionen
                    geschrieben.

                    10. Wurden auch Kreditlimite für Derivate eingeräumt?

                    11. Hat die Federal Reserve, das Finanzministerium oder eine andere
                    Regierungsbehörde jemals direkt oder indirekt mit der Bank für Internationalen
                    Zahlungsausgleich (BIZ), der Bank of England oder einer anderen Zentralbank im
                    Hinblick auf den Goldpreis zusammengearbeitet?

                    Es gibt eine große Beunruhigung darüber, ob die Goldreserven der Federal
                    Reserve verkauft oder verliehen wurden. Diese Goldreserven sind ein wichtiger
                    nationaler Vermögenswert, der seit der Regierung Eisenhower nicht mehr offiziell
                    überprüft wurde. Deshalb verlangen wir zusätzlich zur Beantwortung der oben
                    gestellten Fragen die Einstellung eines unabhängigen Prüfers, so daß die
                    Bevölkerung sicher sein kann, daß das Gold in öffentlichen Händen bleibt.

                    Bill Murphy Chairman, lepatro-@lemetropolecafe.com

                    Chris Powell Secretary/Treasurer, gatacom-@aol.com

                    Ethan B. Stroud Attorny at law formerly Justice Department and Treasury
                    Department

                    John R. Feather Attorny at law formerly legal staff, Federal Reserve Bank

                    Gold Anti-Trust Action Committee Inc. Suite 1203, 4718 Cole Avenue, Dallas,
                    Texas 75205 www.gata.org
 

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